Es ist schon erstaunlich wie viel sich in nur einem Jahr verändern kann. Du beginnst das Jahr mit einer bestimmten Energie und gehst von Monat zu Monat. Manche Menschen begleiten dich dabei. Mal intensiver, mal weniger intensiv. Manchmal kommen Menschen hinzu, die dich mit ihren Ansichten und ihrer Lebensweise faszinieren, begeistern und inspirieren. Manche werfen dich ins Chaos. Manche entscheiden sich nur für einen kurzen Moment zu bleiben und dann wieder zu gehen.
Manche sind bereits vor langer Zeit gegangen. Und sie haben uns die ganze Zeit über gefehlt. An manchen Tagen mehr, an manchen Tagen weniger. Jedoch immer einen kleinen Hauch. Und immer, wenn wir einen Menschen vermissen, vermissen wir auch einen Teil von uns selbst. Denn was wir vergessen, wenn wir uns trennen ist, dass wir alle EINS sind. Und, dass jeder Mensch, der irgendwann einmal zu uns gehört hat, auch einen Teil von uns in sich trägt. Wenn man genau hinsieht, beinhaltet allein das Wort „ALL-EIN“ bereits seine wahre Bedeutung. Daher verlieren wir nicht nur einen nahestehenden Menschen, sondern auch irgendwie einen Teil von uns. Oft muss man sich aber auch erst selbst verlieren, um sich wieder zu finden. Denn, wenn du deinen Anker gehen lässt, lernst du dein eigener zu sein. Wenn du einen Freund gehen lässt, übst du dich im Vertrauen, dass alles das, was zu dir gehört bleiben oder wiederkommen wird. Wenn du deinen Lebensplan gehen lässt, erlebst du das Abenteuer des Neubeginns. Und somit kannst du gar nicht verlieren, sondern nur gewinnen.
Und an manchen Tagen entscheidet sich das Universum uns bestimmte Menschen wieder zu geben. Es gibt keinen bestimmten Grund dafür, keinen Anlass – sie stehen einfach plötzlich vor uns und es ist, als wären sie nie weg gewesen. So hab ich eine Freundin zurück bekommen. Eine Seelenschwester, von der ich dachte, sie würde nicht wieder kommen. Nicht mehr so wie früher. Und es ist auch nicht ganz so wie früher. Wie auch?! „Früher“ ist jetzt 10 Jahre her. Jeder hat sein Leben, seinen Job, seinen Haushalt, seine Aufgaben. Wir sind nicht mehr die unbeschwerten Teenies, die jeden Tag zusammen abhängen konnten, weil ihr Elternhaus wie meins war und meins wie ihrs. Das AUßEN hat sich verändert, doch das INNEN ist das Selbe. Vielleicht sogar ein bisschen besser. Reifer, erwachsener, unabhängiger und mehr wir selbst als wir es damals waren. Here it is.. Freundschaftsliebe 2.0 Und all die Jahre war sie immer irgendwie hier. In nem flüchtigen Gedanken, ner Erinnerung, nem Lied oder nem Ort. Manchmal auch in nem kurzen Gruß.
Denn alles, was wirklich zu dir gehört, wirst du immer wieder finden. Denn es ist nie wirklich weg, sondern immer irgendwie bei dir. Und Menschen, die sich einmal wichtig waren, können sich gar nicht vergessen. Egal was war und egal wie weit sie voneinander entfernt sind, körperlich oder emotional.
Und manchmal finden sie sich wieder. In anderen Zeiten, an anderen Orten… Thank you, Universe!