Liebe regelt

Ändere deine Wahrnehmung und du veränderst deine Welt

Liebe ist immer die Antwort. Die Frage ist egal.

Inhaltsverzeichnis

Schau der Angst in die Augen und tu´s trotzdem


Manchmal haben wir das Gefühl ein Mensch, den wir zu kennen geglaubt hatten, verändert sich plötzlich. Wir fühlen uns plötzlich unverstanden, wo vorher pures Verständnis war. Und wir fühlen keine Liebe mehr. Manchmal triggern uns urplötzlich Situationen, Aussagen oder Verhaltensweisen, die wir bisher hingenommen oder gar als Wachstumshilfe angenommen haben. Manchmal haben wir das Gefühl aus Gegebenheiten ausbrechen zu müssen, die bisher unseren Lebensalltag bestimmt haben. Wir fühlen uns, als wäre nichts mehr wie zuvor und können uns den Grund dafür nicht erklären.

Was, wenn wir die Gründe für Veränderungen im Außen zunächst einmal in uns selbst suchen dürfen?! Denn es steckt viel Wahrheit hinter „Ändere deine Wahrnehmung und du veränderst deine Welt“.

Kann es vielleicht sein, dass wir den Menschen, der sich in unseren Augen so sehr verändert hat, nun mit anderen Augen wahrnehmen, durch eine andere Brille sehen?! Kann es sein, dass wir unsere eigene Einstellung ihm gegenüber verändert haben?! Dass wir selbst uns verändert haben, weiter gegangen sind uns entwickelt haben und dieser Mensch nun nicht mehr dazu passt – für eine Weile oder gar für immer?! So werden aus Liebenden gute Freunde, aus guten Freunden Bekannte oder aus Verbündeten nur noch „strangers with each other´s secrets“. Kann es sein, dass wir uns durch Situationen, Aussagen oder Verhaltensweisen nur deshalb plötzlich so getriggert fühlen, weil wir beschlossen haben, uns die Hintergründe nicht mehr anschauen zu wollen?! Weil wir beschlossen haben, jetzt erstmal nicht mehr wachsen zu wollen, nicht mehr nachdenken zu wollen, sondern lieber zur Ruhe zu kommen?! Oder könnte es sein, dass uns die Verhaltensweisen eines Menschen nur deshalb so triggern, weil wir ihm nun einen anderen Wert in unserem Leben zuschreiben und das Verhalten, das er bereits die ganze Zeit an den Tag legt, nicht mehr dazu passt?! Und kann es sein, dass wir selbst die Hintergründe des Verhaltens des anderen gar nicht mehr verstehen wollen, weil uns derjenige vielleicht nicht mehr wichtig genug erscheint oder weil sie uns Angst machen?!

Fragen über Fragen, die alle zum Selben Ergebnis führen: Veränderung im Außen hat IMMER auch etwas mit Veränderung im Innen zu tun. Vielleicht sollten wir daher, bevor wir im Außen oder in anderen nach Gründen suchen, erst einmal in uns gehen und auf uns selbst schauen.

Ich persönlich tu mich sehr schwer mit „Loslassen“. Bevor ich etwas oder jemanden loslasse, prüfe ich 1000x, ob ich mich dadurch nicht selbst besch*** und in meinem eigenen Wachstum blockiere. Denn Loslassen im Außen bzw. in Trennung zu gehen, hat oft sehr viel mit Angst zu tun. Angst vor meinen eigenen Gefühlen, die ich nicht fühlen will. Angst vor meiner Vergangenheit und meinen inneren Glaubenssätzen, die getriggert werden und diese Gefühle in mir auslösen. Angst vor Ablehnung durch jemand anderen, die den Impuls gibt die Schutzmauern hochzuziehen und stattdessen selbst in den Rückzug zu gehen. Die Angst ist ein wichtiges Warnsystem, das uns mitteilt, vorsichtig zu sein und wachsam vor drohenden Verletzungen. Das ist richtig und wichtig. Dennoch ist sie unsere größte Wachstumsblockade. Denn gehen wir mit ihr und ziehen unsere Mauern hoch, schützen wir uns nicht nur vor vermeintlichem Schmerz, sondern blockieren uns auch gleichzeitig. Denn manchmal ist es gut Schmerz zu erfahren. Manchmal ist es wichtig unserer Vergangenheit, all den Glaubenssätzen und Triggern direkt in die Augen zu sehen. Manchmal ist es wichtig alles zu riskieren, um alles zu gewinnen. Denn hinter der Angst wohnt die Freiheit. Und vielleicht wartet hinter dieser Angst genau das, was wir uns am sehnlichsten wünschen.

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