Liebe regelt

Frieden und Dankbarkeit

Liebe ist immer die Antwort. Die Frage ist egal.

Inhaltsverzeichnis

Vielleicht müssen wir mit unserer Vergangenheit Frieden schließen. Vielleicht reicht es nicht, die Menschen, die uns verletzt haben, nur zu VERSTEHEN. Zu verstehen, warum sie gehandelt haben, wie sie gehandelt haben. Dass ihre Handlungen ein Spiegel ihres eigenen Inneren waren, ihre eigenen Dämonen und Verletzungen. Zu verstehen, dass sie es nicht besser wussten, nicht anders konnten hilft uns vielleicht dabei, aber ich denke schlussendlich müssen wir vergeben. Schlussendlich müssen wir verstehen, dass wir, solange wir Groll hegen, immer nur uns selbst verletzen.

Die Schuldfrage

Wenn wir anderen die Schuld für unsere Verletzungen geben, geben wir uns im Grund auch immer ein bisschen selbst die Schuld dafür. Weil wir alle miteinander verbunden sind. Wir suchen die Schuld in anderen, um uns selbst nicht falsch machen zu müssen. Doch wir müssen verstehen, dass wir dadurch keinen Frieden finden. Schuldzuweisungen bringen immer Groll und Wut mit sich. Frieden bringt uns nur Verständnis, Mitgefühl und Vergebung. Grundsätzlich gehen wir nur mit Schattenthemen im Außen in Resonanz, wenn wir sie auch in uns tragen. Und genau deshalb müssen wir erst einmal nach unseren eigenen Schatten tauchen, um schlussendlich Licht zu finden. Vielleicht müssen wir auch erst einmal die Schuld in UNS suchen, die Gründe für UNSER Handeln herausfinden, UNS selbst verstehen und UNS selbst vergeben. Und wieder einmal liegt der Schlüssel in uns selbst. Oder wir selbst sind der Schlüssel zum Erfolg. Unsere eigenen Einstellung, unsere Gedanken, unsere Gefühle. Wir verändern die Welt. Unsere Welt.

Universums-Geschenk-Menschen

Doch manchmal sehen wir in der Situation selbst den Wald vor lauter Bäumen nicht. Wir brauchen Abstand… zu Menschen, zu Situationen, zu Verletzungen und Triggern. Und manchmal brauchen wir auch einen anderen Menschen als den, der uns so sehr verletzt hat. Einen Menschen, der dem anderen ähnlich ist und dennoch nicht gleich. Und durch den wir plötzlich Zusammenhänge erkennen, die uns früher nie in den Sinn gekommen wären. Ich gebe zu, das kann höllisch Angst machen. Aber, wenn wir eine solche Begegnung als Chance sehen, fangen wir plötzlich an zu reflektieren… über Situationen, von denen wir längst geglaubt haben wir hätten sie vergessen… Verhaltensweisen, von denen wir dachten wir hätten sie abgelegt… Fehler, von denen wir bereits Abstand genommen hatten. Wir fangen an unser Leben aufzuräumen und uns selbst besser zu verstehen, die Menschen um uns herum anders wahrzunehmen. Und wir beginnen eben auch über unsere Vergangenheit nachzudenken und darüber wie sie unsere Gegenwart beeinflusst hat.

Das alles hat immer folgende Gründe: Zu lernen, zu wachsen, sich weiterzuentwickeln, aus vergangenen Fehlern zu lernen und Frieden zu finden, um wahre Fülle zu erreichen.

Und dann gibt es Menschen, die uns mehr denn je Zugang zu unserer Vergangenheit verschaffen, zu unserem alten Schmerz. Die uns ganz genau zeigen wo wir hinschauen dürfen und uns die Tür öffnen zu unseren Schattenthemen. Das mag anstrengend sein, das mag herausfordernd sein und Angst machen und dennoch ist es ein großes Geschenk. Wie auch immer man eine solche Begegnung nennen mag.. Dualseelenbegegnung, Seelenverwandtschaft, Zwillingsseele oder sonstige Begrifflichkeiten. Im Grunde ist es egal, im Grunde ist dies alles eins: Geführt und „meant to be“! Das größte Geschenk, das uns das Universum machen kann. Denn dieses Geschenk ist der Weg von der Dunkelheit ins Licht, vom Mangel zur Fülle.

Denn wir erhalten dadurch die Möglichkeit unser Potential voll und ganz auszuschöpfen, unsere Berufung zu finden, neue Wege zu gehen und im wahrhaftigen Frieden zu leben. Im wahren Seelenfrieden aus uns selbst heraus. Wir müssen dieses Geschenk nur erkennen und lernen damit umzugehen. Und da beginnt das Problem. Denn dieses NUR ist ganz und gar nicht nur ein einfaches NUR. Dieses Geschenk konfrontiert uns mit unseren tiefsten Ängsten, unseren dunkelsten Schatten und unseren negativsten Erfahrungen. Und deshalb bauen wir Mauern, gehen in Trennung und geben unser Universums-Geschenk zurück, statt zu lernen. Weil wir uns „gut fühlen“ wollen. Weil wir Scheiß-Gefühle nicht in unserem Leben haben wollen. Und, weil wir uns schon gar nicht mit uns selbst beschäftigen wollen.

Das heißt nicht, dass wir dauerhaft an Beziehungen festhalten sollen, die uns nicht gut tun. Was ich damit meine ist, dass wir vielleicht mehr hinter die Kulissen schauen müssen. Vielleicht müssen wir damit anfangen Menschen verstehen zu wollen, statt ihnen grundsätzlich die Schuld zu geben… für diesen Streit, für unsere miese Laune, für unsere scheiß Kindheit oder die Beziehung, die gescheitert ist. Vielleicht müssen wir dafür unseren eigenen Anteil, unsere eigene Schuld anerkennen, um zu sehen, dass dieser Mensch nicht aus Böswilligkeit gehandelt hat, nicht aus Hass uns gegenüber oder vielleicht aus fehlender Liebe. Vielleicht müssen wir ins Verständnis und ins Mitgefühl für uns selber gehen, weil wir alle unsere Spiegel sind.. Und wieder liegt der Schlüssel in uns selbst. Wir können andere nur so weit verstehen, wie wir uns selber verstehen, wir können anderen nur so sehr vergeben, wie wir uns selbst vergeben. Und so verändern wir auch unsere Beziehungen, wenn wir uns selbst verändern und unsere Sichtweise darauf. Wir haben es in der Hand. Wie schon gesagt, wir können unsere Welt verändern. Vor allem kann Liebe, Wertschätzung und Verständnis unsere Welt verändern.

Die Vaterwunde

So hab ich es irgendwie geschafft meine Vaterwunde zu nähen. Ihm zu vergeben für alle seine eigenen Wunden und Verletzungen, seinen Schmerz, den er ungefiltert an mich weitergegeben hat. Denn er wusste es nicht besser. Dafür, dass er es nicht geschafft hat sich selbst zu reflektieren. Denn er hats getan in gewisser Weise, so wie es seine Zeit möglich gemacht hat und dennoch für mich nicht gut genug. Doch er hats getan. Ich hab ihm vergeben für die ganze Arbeit, die ich jetzt deshalb leisten muss. Das ganze Aufarbeiten und Heilen, das ich mir hätte sparen können. Die Glaubenssätze, die es nicht gebraucht hätte. Und dafür, dass er ständig die Schuld im Außen sucht. Denn ich weiß, er kann sie nicht in sich selbst suchen. Er kann sich nicht auch noch dafür falsch machen wer er ist, wenn es in seinen Augen doch schon der Rest der Welt tut.

Und ich hab mir vergeben. Dafür, dass ich das erst jetzt gesehen hab. Dafür, dass ich IHN erst jetzt sehen kann. Für all den Groll, den ich in den letzten Jahren angehäuft hab. Und dafür, dass ich ihn „im Stich gelassen“ hab.

Das bedeutet nicht, dass ich das Bedürfnis hab meine Entscheidung zu revidieren. Nein. Und ich hab auch nicht für IHN vergeben, sondern für MICH. Für meinen Frieden. Für mein Leben in Fülle.

Dankbarkeit

Ich glaube, sobald wir Frieden mit etwas schließen, folgt die Dankbarkeit. Dankbarkeit für unseren Wachstum, den wir kreieren konnten. Für die Erfahrungen und Erkenntnisse, die wir gewonnen haben. Dankbarkeit dafür, dass wir unsere Opferrolle verlassen konnten, uns nicht länger als „Opfer der Umstände“ oder „Opfer unserer Vergangenheit“ betrachten. Ja, auch Dankbarkeit für die Dunkelheit, durch die wir die Schönheit des Lichts erkennen konnten und unsere wahre Stärke.

Und, wenn wir einen Universums-Geschenk-Menschen in unserem Leben hatten oder haben, dann dürfen wir ganz besonders dankbar für ihn sein. Gerade eben deshalb, weil er uns Zugang zu dieser Dunkelheit verschafft. Denn, wenn wir unsere Angst vor den Schatten überwinden und durch unsere eigenen Dunkelheit gehen, erstrahlen wir in unserem hellsten Licht.

** Ewige Dankbarkeit **

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